MDE Gerät und Zubehör

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Zebra TC78 Handheld Terminal, 2D, 5G, Android

3.011,00  Exkl. MwSt

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Zebra TC8300, Handheld Terminal, 2D, Standardbereich,

2.810,00  Exkl. MwSt

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Zebra WS50, Handgelenkhalterung, USB, BT, Wi-Fi, Android

1.097,00  Exkl. MwSt

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Zebra WT6300, USB, BT, WLAN, alpha, Android

3.194,00  Exkl. MwSt

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Zebra WT6300, USB, BT, WLAN, Android

2.841,00  Exkl. MwSt

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Zebra WT6300, USB, BT, WLAN, ext. Akku, Android

2.863,00  Exkl. MwSt

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Zebra MC3300x, 2D, SR, SE4770, BT

1.873,00  Exkl. MwSt

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Honeywell Dolphin CT40, Android 7, 1D/2D, SR,

1.285,00  Exkl. MwSt

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Zebra TC77, Handheld-Terminal, 1D/2D, Android, BT,

2.542,00  Exkl. MwSt

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Die fünf Hauptkategorien der mobilen Datenerfassung

Nicht jeder Arbeitsplatz erfordert die gleiche Hardware. Die Anforderungen an ein MDE Gerät variieren je nach Einsatzort stark. Der Markt unterteilt sich in fünf spezifische Kategorien, um jeden Anwendungsfall abzudecken.

Handheld-Computer und Fahrzeugterminals

Handheld-Computer sind die klassische Form der MDE Geräte. Sie sehen aus wie dicke Smartphones, verfügen aber über physische Tasten oder große Touchscreens und integrierte Scan-Engines. Modelle wie der Datalogic Skorpio X5 bieten ergonomische Pistolengriffe für scanintensive Schichten. Dieser Griff entlastet das Handgelenk, wenn Mitarbeiter tausende Barcodes pro Tag erfassen. Fahrzeugterminals (Staplerterminals) werden fest auf Gabelstaplern montiert. Sie haben große Bildschirme, oft zwischen 8 und 12 Zoll, und werden direkt über die Fahrzeugbatterie mit Strom versorgt. Sie sind extrem vibrationsfest gebaut.

Wearable Devices und Mobile Arbeitsplätze

Wearables werden am Handgelenk oder auf dem Handrücken getragen. Der Mitarbeiter hat beide Hände frei, um schwere Pakete zu heben oder Maschinen zu bedienen. Ein kleiner Ringscanner am Finger erfasst den Barcode per Knopfdruck. Diese Geräte kommunizieren per Bluetooth mit einem Host-Gerät am Gürtel. Mobile Arbeitsplätze sind Rollwagen mit eigener Stromversorgung, auf denen Drucker, Monitore und MDE Geräte Platz finden. Sie bringen das Büro direkt ins Lager. Mitarbeiter können Etiketten drucken und im ERP-System arbeiten, ohne zum festen Schreibtisch zurückkehren zu müssen.

Hardware-Preise und Leistungsmerkmale im Vergleich

Die Preise für ein MDE Gerät hängen von der Scan-Leistung, der Akkukapazität und der Widerstandsfähigkeit ab. Einsteigergeräte für den Einzelhandel kosten weniger als hochspezialisierte Hardware für das Kühllager.

Ein typisches Einstiegsgerät wie das Sunmi L2s PRO liegt preislich bei etwa 450 Euro. Es eignet sich für leichte Aufgaben im Einzelhandel. Die Mittelklasse, vertreten durch das Sunmi L2H, kostet rund 800 Euro. Im Premiumsegment finden sich Geräte wie das Zebra TC22 für knapp 800 Euro oder Modelle von Honeywell, die für härteste Industrieumgebungen gebaut sind.

Geräteklasse

Beispielmodell

Preisrahmen

Typischer Einsatzort

Einstieg

Sunmi L2s PRO

ca. 450 Euro

Einzelhandel, Inventur

Mittelklasse

Sunmi L2H / Datalogic Memor 10

ca. 800 Euro

Lagerlogistik, Paketdienste

Premium

Zebra TC22 / Honeywell ScanPal EDA51

ab 800 Euro

Industrie, Dauerbetrieb

 

Die Akkuleistung ist ein entscheidender Faktor. Viele Hersteller bewerben eine lange Akkulaufzeit, nennen aber keine genauen Zahlen. Ein industrietaugliches MDE Gerät sollte mindestens einen Akku mit 4000 bis 5000 mAh besitzen, um eine komplette Acht-Stunden-Schicht mit kontinuierlichem Scannen durchzuhalten. Das Zebra MC3401 bietet beispielsweise einen 7000 mAh Akku für besonders lange Einsätze.

Datenerfassungstechnologien: Barcode, DPM und RFID

Die Kernfunktion eines MDE Geräts ist die Datenerfassung. Die verwendete Technologie bestimmt, wie schnell und fehlerfrei dieser Prozess abläuft.

Bei der Barcode-Technologie haben Sie die Wahl zwischen 1D-Laserscannern und 2D-Imagern. 2D-Imager lesen QR-Codes, DataMatrix-Codes und beschädigte Etiketten. Sie erfassen auch DPM (Direct Part Marking), bei dem der Code direkt in das Metall oder Plastik gelasert ist. Dies ist besonders in der Automobilindustrie wichtig. Für reine Strichcodes reicht oft ein 1D-Scanner, wie er im Datalogic Heron HD3130 Kit zu finden ist. Ein 2D-Imager wie im Datalogic Gryphon GD4590 ist heute jedoch der Standard, da er flexibler einsetzbar ist.

Neben optischen Scannern gewinnt RFID (Radio-Frequency Identification) an Bedeutung. Ein MDE Gerät mit RFID-Antenne erfasst hunderte Tags gleichzeitig, ohne direkten Sichtkontakt zum Etikett. Mitarbeiter laufen lediglich durch den Gang, und das Gerät registriert alle Artikel im Umkreis von mehreren Metern. Integrierte NFC-Technologie erleichtert das schnelle Koppeln von Peripheriegeräten. NFC MDE Geräte ermöglichen auch die sichere Anmeldung von Mitarbeitern per Smartcard.

Betriebssysteme und der Android Enterprise Recommended Standard

Moderne MDE Geräte laufen fast ausschließlich auf Android. Spezielle Versionen wie Android Industrial+ bieten erweiterte Funktionen für den Unternehmenseinsatz. Ein kritischer Punkt bei der Anschaffung ist der Software-Lebenszyklus.

Google zertifiziert bestimmte Geräte mit dem Android Enterprise Recommended (AER) Siegel. Diese Zertifizierung garantiert, dass das MDE Gerät über mehrere Jahre hinweg Sicherheitsupdates und Betriebssystem-Upgrades erhält. Ohne diese Updates wird die Hardware schnell zum Sicherheitsrisiko im Firmennetzwerk. Ein AER-zertifiziertes Gerät wie das Bluebird S20 mit Android 13 stellt sicher, dass Ihre IT-Abteilung die Flotte sicher verwalten kann.

Die Update-Garantie schützt Ihre Investition. Wenn ein Hersteller den Support nach zwei Jahren einstellt, müssen Sie funktionierende Hardware austauschen, um Compliance-Richtlinien zu erfüllen. Achten Sie daher zwingend auf den Update-Fahrplan des Herstellers.

Integration in ERP-Systeme wie SAP und JTL-Wawi

Ein MDE Gerät ist nur so gut wie seine Anbindung an Ihr Warenwirtschaftssystem (ERP). Die erfassten Daten müssen in Echtzeit im Backend verfügbar sein, damit der Vertrieb genaue Bestandszahlen sieht.

Die Integration erfolgt heute meist über REST-APIs oder spezielle Middleware. Wenn ein Mitarbeiter einen Artikel scannt, sendet das Gerät einen API-Aufruf an das ERP-System. Bei großen Systemen wie SAP erfolgt die Anbindung oft über SAP ITSmobile oder Fiori-Apps, die direkt auf dem Browser des MDE Geräts laufen. Für mittelständische Unternehmen, die JTL-Wawi nutzen, gibt es spezialisierte Apps wie JTL-WMS Mobile. Diese kommunizieren über den JTL-Worker mit der Datenbank im Hintergrund.

Die Middleware übersetzt die Rohdaten des Scanners in das Format, das Ihr ERP versteht. Sie puffert die Daten auch, falls die WLAN-Verbindung im Lager kurzzeitig abbricht. Sobald das Gerät wieder online ist, synchronisiert die Software die erfassten Bestände automatisch. Diese Offline-Fähigkeit verhindert Datenverlust in Hallen mit schlechter Netzabdeckung.

Mobile Device Management für MDE Geräte

Wenn Sie mehr als fünf MDE Geräte im Einsatz haben, wird die manuelle Konfiguration ineffizient. Mobile Device Management (MDM) löst dieses Problem durch eine zentrale Steuerungskonsole für die gesamte Flotte.

Mit einem MDM-System richten Sie neue Geräte per Barcode-Scan ein (Zero-Touch Enrollment). Sie verteilen WLAN-Passwörter, installieren App-Updates und sperren verlorene Geräte aus der Ferne. Ein wichtiges Feature ist der Kiosk-Modus. Dieser sperrt das MDE Gerät so, dass der Nutzer nur die Lager-App öffnen kann. Spiele oder unautorisierte Webseiten bleiben blockiert. Anbieter wie COSYS bieten solche MDM-Dienste an. Branchenüblich kalkuliert man für eine MDM-Lizenz etwa einen Euro pro Gerät und Monat. Diese geringen laufenden Kosten sparen der IT-Abteilung unzählige Stunden für manuelle Updates.

Ein MDM-System überwacht auch den Akkuzustand der Flotte. Die Software warnt den Administrator, wenn ein Akku an Kapazität verliert und ausgetauscht werden muss, bevor er mitten in der Schicht ausfällt.

Umgebungsbedingungen, IP-Schutzklassen und Fallschutz

Lagerhallen und Produktionsstätten sind raue Umgebungen. Ein MDE Gerät muss Stürze, Staub und Feuchtigkeit überstehen. Die Widerstandsfähigkeit wird durch IP-Schutzklassen und Falltests definiert.

Die IP-Schutzklasse gibt an, wie gut das Gehäuse gegen Staub und Wasser abgedichtet ist. Ein Gerät mit IP65 ist staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. Für den Außeneinsatz im Regen oder in extrem staubigen Produktionshallen ist IP67 empfehlenswert, da diese Geräte auch kurzes Untertauchen überstehen. Ein Gerät wie das Honeywell CK65 bietet zudem ein desinfektionsmittelbeständiges Gehäuse für das Gesundheitswesen.

Der Fallschutz wird in Metern angegeben. Standard-Industriegeräte überstehen Stürze aus 1,2 Metern Höhe auf Beton. Hochwertige Modelle sind für Stürze aus 1,5 oder sogar 1,8 Metern ausgelegt. Für spezielle Umgebungen wie Tiefkühllager benötigen Sie Geräte mit integrierter Heizung für das Display und das Scan-Fenster. Ohne Heizung würde das Glas beschlagen, sobald der Mitarbeiter das Kühlhaus verlässt. Das Honeywell CK67 für Kühlhäuser ist exakt für diese extremen Temperaturwechsel konzipiert.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur mobilen Datenerfassung

Wie lange hält der Akku eines MDE Geräts?

Die Laufzeit hängt von der Nutzung ab. Ein Gerät mit einem 4000 mAh Akku hält bei normaler Scan-Intensität etwa acht bis zehn Stunden. Bei Dauernutzung des WLANs und maximaler Bildschirmhelligkeit sinkt dieser Wert. Achten Sie auf Modelle mit Hot-Swap-Funktion. Bei diesen Geräten können Sie den Akku im laufenden Betrieb wechseln, ohne das System neu starten zu müssen. Das Zebra HC55 unterstützt diese Hot-Swap-Technologie.

Was ist der Unterschied zwischen 1D und 2D Scannern?

Ein 1D-Scanner liest traditionelle Strichcodes (Linien). Ein 2D-Imager macht ein Foto des Codes und kann QR-Codes, DataMatrix-Codes und beschädigte Etiketten lesen. Ein 2D-Imager wie im Datalogic Gryphon GD4520 ist heute der Standard, da er flexibler einsetzbar ist.

Können MDE Geräte auch drucken?

Das MDE Gerät selbst druckt nicht, aber es verbindet sich über Bluetooth oder WLAN nahtlos mit mobilen Druckern. Mitarbeiter tragen einen kleinen Drucker am Gürtel und drucken Etiketten direkt am Regal. Ein passendes Gerät dafür ist der mobile 3-Zoll-Drucker von Honeywell.

Die Einführung oder Modernisierung Ihrer mobilen Datenerfassung ist eine strategische Entscheidung. Ein passendes MDE Gerät reduziert Fehler bei der Kommissionierung, beschleunigt die Inventur und liefert Echtzeitdaten an Ihr ERP-System. Achten Sie bei der Auswahl nicht nur auf den Anschaffungspreis, sondern auf die Akkukapazität, die IP-Schutzklasse und garantierte Android-Updates (AER). Prüfen Sie Ihre Anforderungen an die Scan-Reichweite und die Integration in Systeme wie SAP oder JTL-Wawi. Beginnen Sie mit einer genauen Analyse Ihrer Lagerprozesse und wählen Sie die Hardware, die Ihre Mitarbeiter im Alltag optimal unterstützt.